Informationen über die Nanaminze

Nanaminze, Pfefferminze, Spearminze, Krause Minze – wer soll da noch durchblicken? Versuchen wir hier dem Geheimnis der Nanaminze ein wenig auf die Spur zu kommen und Licht ins Dunkel zu bringen.

Bild Nanaminze: ©Liv Friis-larsen - Fotolia.com

Bild Nanaminze: ©Liv Friis-larsen – Fotolia.com

Vielleicht kann man an dieser Stelle schon mal festhalten, dass (frischer) Nanaminz-Tee sehr viel und gerne in Marokko getrunken wird. Dieser „Thé à la Menthe“ ist dort das Nationalgetränk und wird neben Grüntee am meisten konsumiert. Die marokkanische Minze heißt „Habednana“. Diese Minze unterscheidet sich im Geschmack z. Bsp. der Minze aus der Türkei. In Marokko wird der Thé à la Menthe auf einem silbernen Tablett mit Gläsern und Kanne gereicht, wobei diese Elemente Erde, Sonne und Mond symbolisieren. Die „Vereinigung des Universums“ vollzieht sich, wenn der Nanaminz-Tee in hohem Bogen in die Gläser gegossen wird. Dieser Tee wird häufig sehr stark gezuckert getrunken und wer als Gast nicht mindestens drei Tassen von diesem köstlichen Tee trinkt, beleidigt den Gastgeber.

Allgemeines

Die Bezeichnung Nanaminze steht im Grunde für drei unterschiedliche Minzarten:

– Marokkanische Minze aus Nordafrika (natürliche Varietät der Krausen Minze)

– Nana-Minze aus Vorderasien (natürliche Varietät der Krausenminze)

– Pfefferminze Nana (gezüchtete Varietät der Pfefferminze, nur vegetativ vermehrbar)

Das Wort Nanaminze leitet sich vom arabischen Wort نعنأع ab (gesprochen in Arabisch na’naa‘ und in Persisch nanaa) und wird in Wörterbüchern meist mit Pfefferminze übersetzt, wobei Marokkaner, Türken und Iraner darunter aber Minze im Allgemeinen verstehen. Das türkische Wort für Minze ist im Übrigen Nane.